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LYRAN DASZ MACHT ETWAS ANDERS


empfohlen von unserer Grafikdesignerin Elis Kroegel


Wie kostbar ist es, wenn jemand das, was sich eigentlich nicht in Worte fassen lässt, trotzdem greifbar macht. Verdaulich. In Sprache oder Musik. Oder in beidem. Wenn Pathologie zu Phänomenologie wird.


„Würde so gerne, doch schalte mich ab / Sie überwacht immer das, was ich mach’ / Der Schatten im Nacken, er ist immer da / Paranoia, denn ich werde überwacht / Wenn ich mal was fühle, krieg’ ich Paralyse / Alle meine Wege überdacht / Analyse über Analyse / Immer reden, so als hätt ich ein’n Plan / Aber leben so, als wär ich in Gefahr“


Viele kennen das: das Abspalten, das Nicht-Fühlen. Das hat auch das Aufblühen des Emo-Rap-Genres der letzten 15 Jahre gezeigt. Aberwann kriegt man das schon mal mit, wenn jemand aus genau dieser ästhetischen Tradition und Erfahrungswelt kommt und nicht darin versinkt?


Lil Peep, Juice WRLD, XXXTentacion – oder im deutschsprachigen Raum Makko, Beslik, T-Low – haben bewiesen, dass diese Ästhetik berührt. Aber bei einigen ist sie nicht Musik geblieben, sondern tödlich geworden.


Lyran Dasz macht etwas anders: Er schreibt über das, was Cleanwerden bedeuten kann, über Verantwortung, über radikale Verletzlichkeit, über die Möglichkeit, sich dem eigenen Leben wieder zuzuwenden.


Nicht als Verrat am Schmerz. Sondern als dessen Übersetzung.


Und das ist, knapp zehn Jahre nach Lil Peeps Tod, irgendwie sehr beruhigend.



weitere Songs von Lyran Dasz findest du auf Spotify oder auf YouTube.

 
 
 

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